Die Bibliotherapie arbeitet mit Mitteln des
Lyrischen, Epischen und Dramatischen. Die Patienten werden angeregt, unter
Anleitung eines Therapeuten Texte zu verfassen oder zu lesen und darüber zu sprechen.
Inhalte der Texte können z. B. Erlebnisse, Beschwerden oder auch Fiktion des
Patienten sein.
Im Schreiben kann eine Konzentrierung von Gedanken,
eine Klärung und Entlastung entstehen. Das Schreiben soll Erlebnisse,
Phantasien, Ängste oder andere Beschwerden ausdrücken und öffentlich machen.
Als bibliotherapeutische Materialien kommen
imaginative Literatur (Dichtung und Fiktion), Schicksalsberichte oder
konkrete Problemlösebücher, wobei der Therapeut die Literatur auswählt.
Die Ziele der Bibliotherapie bestehen darin, dass
sich die Wahrscheinlichkeit einer positiven kognitiven und emotionalen
Veränderung beim Leser erhöht, er Wissen erwirbt, seine Einstellungen
modifiziert oder sein Verhalten verändert. Sie soll dem Leser Einsicht in
sein Problem vermitteln, Lösungsmöglichkeiten aufzeigen, ihm Vergleiche mit
anderen Menschen ermöglichen und Mut zur Veränderung machen.
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