Der Unterdruck wird erzeugt, indem die Luft im
Schröpfkopf erhitzt und dieser sofort auf die Haut des Patienten gesetzt
wird. Beim Abkühlen vermindert sich der Luftdruck im Schröpfkopf. Alternativ
kann der Unterdruck durch eine Absaugvorrichtung im Schröpfglas erzeugt
werden.
Neben dem normalen ("trockenem") Schröpfen gibt es
auch das "blutige Schröpfen", bei dem die Haut etwa fünf
Millimeter tief eingeritzt wird, bevor man das
Glas aufsetzt – eine Art Aderlass also.
Das Verfahren stammt aus dem klassischen Altertum
und war in ähnlicher Form auch bei den alten Chinesen bekannt. Die
theoretische Grundlage war, dass eine Erkrankung auf ein Zuviel an
schlechten Säften im Körper zurückzuführen ist, und diese sollen von den
Schröpfköpfen abgesaugt werden.
Schröpfen wird gegen eine Vielzahl von Beschwerden
eingesetzt: